WIG-Laser-Hybridschweißen automatisieren:
Die Synergie aus Lichtbogen und Lichtstrahl für höchste Performance
In der anspruchsvollen Metallverarbeitung stoßen Einzelprozesse oft an ihre Grenzen: Das Laserstrahlschweißen ist zwar extrem schnell und verzugsarm, erfordert aber eine fast unmögliche Präzision bei der Spaltvorbereitung. Das WIG-Schweißen (Wolfram-Inertgas) hingegen bietet exzellente Nahtqualität und beherrscht Toleranzen, ist aber für viele industrielle Anwendungen zu langsam und bringt viel Wärme ins Bauteil. Die Lösung für diese Herausforderungen ist das WIG-Laser-Hybridschweißen.
Durch die Kombination beider Verfahren in einem Prozesskopf stabilisiert der WIG-Lichtbogen den Laser-Keyhole-Effekt, während der Laser für die nötige Einschweißtiefe sorgt. Das Ergebnis: Schweißgeschwindigkeiten, die bis zu 3-mal höher sind als beim reinen WIG-Prozess, bei gleichzeitig deutlich besserer Spaltüberbrückbarkeit als beim reinen Laserschweißen. Mit Automation4You bringen wir diese High-Tech-Synergie in Ihre Produktion – hochpräzise gesteuert durch Robotik, die beide Fokusabstände millimetergenau synchronisiert.
Warum Sie das WIG-Laser-Hybridschweißen heute automatisieren sollten
Die Kombination zweier Energiequellen erfordert eine Kontrolle, die manuell nicht mehr leistbar ist. Die Automatisierung bietet Ihnen hier den entscheidenden technologischen Vorsprung:
01
Unschlagbare Schweißgeschwindigkeit
02
Minimale thermische Belastung & Verzug
03
Beherrschung von Toleranzen
04
Exzellente metallurgische Eigenschaften
Typische Herausforderungen
beim manuellen oder teilautomatisierten Hybrid-Fügen
Warum erfordert WIG-Laser-Hybrid eine High-End-Roboterintegration?
Komplexes Parametermanagement:
Sie steuern zwei Prozesse gleichzeitig (Laserleistung, Pulsung, Lichtbogenstrom, Drahtvorschub). Nur eine intelligente Robotersteuerung kann diese Parameter in Abhängigkeit von der Bahngeschwindigkeit perfekt harmonisieren.
Fokus-Synchronisation:
Der Abstand zwischen Laserspot und Wolfram-Elektrode muss im Sub-Millimeterbereich konstant bleiben. Ein Roboter garantiert diese geometrische Stabilität auch bei komplexen 3D-Pfaden.
Sicherheit (Laserklasse 4):
Die Kombination aus Laserstrahlung und Lichtbogen-UV-Strahlung erfordert eine vollständig geschlossene, zertifizierte Schweißzelle zum Schutz der Mitarbeiter.
Einsatzgebiete:
Wo High-Speed auf High-Quality trifft
Als Systemintegratoren realisieren wir Hybrid-Lösungen für Branchen, die keine Fehler verzeihen:
ROI & Wirtschaftlichkeit:
Wann rechnet sich WIG-Laser-Hybrid?
In der High-End-Fügetechnik amortisiert sich die Hybrid-Anlage meist über die massive Zeitersparnis und die Reduktion von Ausschuss.
Durch die 3-fache Schweißgeschwindigkeit gegenüber Standard-WIG-Verfahren halbiert sich die Durchlaufzeit pro Bauteil oft. Rechnet man den Wegfall von 90 % der Richtarbeiten (wegen minimalem Verzug) und die Einsparung bei der Kantenvorbereitung hinzu, liegt der Return on Investment (ROI) meist zwischen 12 und 18 Monaten. Bei teuren Werkstoffen (Titan/Inconel) refinanziert sich die Anlage oft schon über die Yield-Steigerung.
Die Technologie dahinter: Doppelte Power trifft auf No-Code-Präzision
Hybrid-Automatisierung ist eine Frage der Integration. Wir bieten Lösungen für jede Skalierung:
APS Tech Group: Turn-Key Hybrid-Zellen & Sensorik
Die APS Tech Group integriert die gesamte Kette: Von der Laserquelle (z. B. IPG oder TRUMPF) über die WIG-Stromquelle bis zum Hybrid-Kopf. Wir binden Lasersensoren zur Nahtverfolgung (Seam Tracking) ein, die den Schweißkopf in Echtzeit über dem Spalt zentrieren und den Fokusabstand korrigieren. Die Anlage kommuniziert lückenlos mit Ihrem MES für eine 100%ige Traceability.
Easy-Automator: Komplexe Pfade intuitiv meistern (No-Code)
Trotz der technologischen Komplexität machen wir die Bedienung einfach. Mit Easy-Automator führen Sie den Hybrid-Roboter einmalig per Hand entlang der Naht (Teach-In). Das System speichert den Pfad und den optimalen Winkel. Die Prozessparameter werden hinterlegt und vom Roboter präzise abgerufen – ideal für den schnellen Wechsel zwischen verschiedenen Bauteilvarianten.
Aus der Praxis:
Null-Fehler-Produktion von Wärmetauschern
Stellen Sie sich vor: Ein Hersteller von Edelstahl-Wärmetauschern kämpfte mit hohem Verzug beim konventionellen Schweißen. Die manuelle Nacharbeit fraß den Gewinn auf.
Heute übernimmt eine robotergestützte WIG-Laser-Hybridzelle der APS Tech Group den Job. Mit einer Geschwindigkeit von 1,5m/min werden die Lamellen absolut verzugsfrei gefügt. Die integrierte Sensorik prüft die Nahtqualität bereits während des Prozesses. Das Ergebnis: Die Produktionszeit sank um 60 %, Nacharbeit entfällt komplett und die Dichtheitsrate stieg auf 100 %.

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FAQ – Häufige Fragen zum
WIG-Laser-Hybridschweißen
Welche Materialien können mit dem Hybridverfahren geschweißt werden?
Besonders effektiv ist das Verfahren bei Aluminiumlegierungen, Edelstählen und hochfesten Baustählen. Auch Sonderwerkstoffe wie Titan lassen sich in der automatisierten Zelle hervorragend unter Schutzgasatmosphäre fügen.
Ist die Anlage für kleine Losgrößen geeignet?
Ja, dank der No-Code Handführung (Easy-Automator). Da das Einlernen neuer Bahnen nur wenige Minuten dauert, lohnt sich das Verfahren auch für Kleinserien von hochwertigen Komponenten (z. B. im Spezialbehälterbau).
Wie sicher ist die Laserstrahlung in der Zelle?
Wir liefern ausschließlich geschlossene Systemlösungen der Laserklasse 1. Die Schweißkabinen sind mit aktiven Laserschutzwänden und verriegelten Zugangstüren ausgestattet, sodass für das Personal außerhalb keinerlei Gefahr besteht.
Benötige ich für die Bedienung einen Laser-Experten?
Nein. Das Prozess-Setup wird einmalig von unseren Experten oder Ihrem Schweißfachingenieur definiert. Die tägliche Bedienung und das Anlernen neuer Teile erfolgen über die intuitive grafische Oberfläche des Easy-Automators.
