Clinchen und Durchsetzfügen automatisieren:
Hocheffiziente Blechverbindungen ohne Zusatzwerkstoffe durch Robotik
Das Clinchen, auch bekannt als Durchsetzfügen, ist das modernste Verfahren zum stoffschlüssigen Verbinden von Blechen ohne Hitze und ohne Hilfsstoffe. Durch lokale Kaltumformung entsteht eine punktförmige, hochfeste Verbindung, die selbst unterschiedliche Materialien (z. B. Aluminium mit Stahl) oder beschichtete Bleche sicher zusammenhält. Doch manuelles Clinchen ist Schwerstarbeit: Die massiven C-Bügel der Clinch-Zangen wiegen oft über 15 kg und müssen unter hohem Zeitdruck exakt positioniert werden. Ohne automatisierte Überwachung der Fügekraft (F) und des Restbodenmaßes (X) bleibt die Qualität der Verbindung zudem ein statistisches Glücksspiel.
Mit Automation4You industrialisieren wir Ihre Blechfertigung. Unsere automatisierten Clinch-Lösungen kombinieren leistungsstarke Industrieroboter mit intelligenten Clinch-Zangen und lückenloser Prozessüberwachung. Wir garantieren eine Null-Fehler-Quote durch Kraft-Weg-Analysen in Echtzeit und eliminieren Ihre Kosten für Schrauben, Nieten oder Schweißzusätze – für eine saubere, grüne und hocheffiziente Montage.
Warum Sie das Clinchen und Durchsetzfügen heute automatisieren sollten
Die Automatisierung des Durchsetzfügens bietet Ihnen einen unschlagbaren wirtschaftlichen Hebel, besonders bei großen Stückzahlen:
01
Null Kosten für Zusatzstoffe
02
100 % Qualitätskontrolle ohne Zerstörung
03
Schonung von Oberflächen
04
Radikale Ergonomie & Taktzeit
Typische Herausforderungen
beim manuellen Durchsetzfügen
Warum stößt die Handarbeit in der modernen Blechverarbeitung an ihre Grenzen?
Gewicht der Werkzeuge:
Hochfeste Verbindungen erfordern hohe Presskräfte, was zu schweren, unhandlichen Zangen führt. Dies führt zu schneller Ermüdung und Fehlpositionierungen durch den Mitarbeiter.
Ungenauigkeit bei Punktabständen:
In der Serie variieren manuelle Punktabstände oft erheblich, was die statische Festigkeit der Baugruppe negativ beeinflussen kann.
Mangelnde Prozessdaten:
Ein manueller Clinchvorgang hinterlässt keine Daten. Ob der Stempel wirklich tief genug eingedrungen ist, lässt sich nur durch Stichproben prüfen.
Einsatzgebiete:
Wo Roboter-Clinchen die Kosten senkt
Als Systemintegratoren realisieren wir Lösungen für Branchen, in denen Blech effizient gefügt werden muss:
ROI & Wirtschaftlichkeit:
Wann rechnet sich der Clinch-Roboter?
In der Blechverarbeitung amortisiert sich eine Roboterzelle meist über die Vermeidung von Verbrauchskosten und die drastische Taktzeitverkürzung.
Da pro Clinchpunkt keine Kosten für Nieten oder Schrauben anfallen (Einsparung oft 0,02 € bis 0,05 € pro Punkt), amortisiert sich die Anlage bei hohem Durchsatz oft schon nach 8 bis 12 Monaten. Rechnet man die Energieersparnis gegenüber dem Punktschweißen und den Wegfall von Reinigungsschritten hinzu, ist das Clinchen das rentabelste Fügeverfahren für Bleche.
Die Technologie: Kalte Verformung trifft auf digitale Überwachung
Clinchen ist ein hochpräziser Umformprozess. Wir setzen auf zwei technologische Säulen:
APS Tech Group: Turn-Key Clinch-Zellen & Steuerungsintegration
Die APS Tech Group liefert schlüsselfertige Anlagen inklusive Clinch-Zangen (z. B. von TOX oder Böllhoff) und der gesamten Medienversorgung (Hydraulik oder Elektro-Servo). Wir integrieren intelligente Steuerungen, die das „Restbodenmaß“ (X-Maß) für jeden Punkt überwachen und bei Verschleiß des Stempels proaktiv eine Wartungsmeldung ausgeben.
Easy-Automator: Fügepunkte einfach einlernen (No-Code)
Die Programmierung komplexer Punktmuster auf Blechgehäusen war früher zeitaufwendig. Mit Easy-Automator führen Sie den Roboterarm einfach händisch zu den Fügepositionen (Teach-In). Das System speichert die Koordinaten und löst den Presshub automatisch aus. Innerhalb weniger Minuten rüsten Sie die Anlage auf ein neues Bauteil um – ohne IT-Experten!
Aus der Praxis:
Kostensenkung in der Gehäusefertigung
Stellen Sie sich vor: Ein Hersteller von Lüftungsgeräten setzt pro Gehäuse 40 Blindnieten. Die Kosten für Nieten und die Arbeitszeit waren ein massiver Faktor. Zudem mussten Bohrungen vorab gelasert werden.
Heute übernimmt eine robotergestützte Clinchzelle der APS Tech Group den Job. Der Roboter setzt 40 Clinchpunkte in 50 Sekunden direkt ins volle Material. Vorbohren entfällt, Materialkosten für Nieten sinken auf null. Das Ergebnis: Eine Kostenersparnis von 2,40 € pro Gehäuse bei gleichzeitig höherer Festigkeit und lückenloser Dokumentation jedes Punktes.

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FAQ – Häufige Fragen zum
automatisierten Clinchen
Können auch verschiedene Blechdicken miteinander geclincht werden?
Ja, absolut. Über die Steuerung hinterlegen wir verschiedene Parameter-Sets. Der Roboter passt die Presskraft automatisch an, je nachdem welche Blechkombination gerade unter dem Stempel liegt.
Wie steht es um die Festigkeit im Vergleich zum Punktschweißen?
Das Clinchen erreicht oft vergleichbare statische Festigkeiten und übertrifft das Punktschweißen bei der Dauerfestigkeit (Vibration), da keine Gefügeveränderung durch Hitze stattfindet. Wir führen gerne Zugversuche in unserem Labor mit Ihren Blechen durch.
Ist das Verfahren auch für beschichtete oder geölte Bleche geeignet?
Ja, das ist ein Hauptvorteil. Die Beschichtung (Zink, Lack, Folie) fließt in der Regel mit der Umformung mit, ohne zu reißen. Auch Öle stören den Prozess nicht, was das Clinchen ideal für direkt aus der Presse kommende Teile macht.
Lohnt sich das Clinchen auch für kleine Werkstätten?
Dank der No-Code Handführung (Easy-Automator) definitiv. Wenn Sie regelmäßig Blechbaugruppen fertigen, ersetzt der Roboter eine manuelle Station und liefert eine Qualität, die Sie für Ihre Kunden lückenlos dokumentieren können.
